FSME einfach erklärt: Symptome, Impfung & Risikogebiete Österreich
FSME (Frühsommer-Meningoenzephalitis) ist eine durch Zecken übertragene Viruserkrankung, die das Gehirn und die Hirnhäute befallen kann. Das FSME-Virus wird durch den Speichel der Zecke direkt beim Stich übertragen - im Gegensatz zur Borreliose kann eine Infektion theoretisch auch dann erfolgen, wenn die Zecke sofort entfernt wird. Der Erkrankungsverlauf ist zweiphasig: In der ersten Phase grippeähnliche Symptome, gefolgt von einer symptomfreien Periode. In der zweiten Phase (bei ca. 10 % der Infizierten) kommt es zur Hirnhautentzündung mit schwerem Krankheitsverlauf. Österreich ist eines der weltweit am stärksten betroffenen FSME-Hochrisikogebiete - betroffen sind alle Bundesländer ausser Wien und Vorarlberg. Es gibt keine spezifische Therapie gegen FSME. Die FSME-Impfung (Grundimmunisierung: 3 Impfungen, Auffrischung alle 3-5 Jahre) ist der einzige wirksame Schutz und wird in Österreich von allen Krankenkassen vollständig erstattet.
Weitere Begriffe im Lexikon
Mullbinde
Eine Mullbinde ist ein elastisches oder unelastisches Verbandsmaterial aus locker gewebter Baumwolle oder Mischgewebe. Sie dient zur Fixierung von Wundauflagen, zur Kompression bei Verstauchungen und als Stützverband. In Österreich ist die Mullbinde Pflichtbestandteil jedes Verbandskastens nach ÖNORM Z 1020:2025.
Wundversorgung
Wundversorgung bezeichnet alle Maßnahmen zur Behandlung und Versorgung von offenen Verletzungen. Die Erstversorgung umfasst Blutstillung, Reinigung, Desinfektion und steriles Abdecken der Wunde. Für Betriebe in Österreich schreibt das ASchG §26 geeignetes Verbandsmaterial zur Wundversorgung am Arbeitsplatz vor.
Erste Hilfe Koffer Typ 2
Der Erste Hilfe Koffer Typ 2 war bis Oktober 2025 die größere Variante des Verbandskastens nach ÖNORM Z 1020 für Betriebe mit bis zu 20 Mitarbeitern (Typ 1 galt für bis zu 5 Mitarbeiter). Seit der neuen ÖNORM Z 1020:2025 gibt es nur noch eine einheitliche Ausstattung mit 70 Teilen. Die Unterscheidung zwischen Typ 1 und Typ 2 ist entfallen. Bestehende Kästen dürfen bis Oktober 2027 weiterverwendet werden.
KFZ Verbandskasten Österreich
In Österreich ist das Mitführen eines Verbandskastens im KFZ gemäß §102 KFG Pflicht. Der Inhalt muss der ÖNORM V 5101 entsprechen. Seit 2026 gilt die überarbeitete ÖNORM V 5101:2026 mit angepasstem Inhalt. Bei Fehlen oder abgelaufenem Verbandszeug drohen Organstrafen ab 36 Euro, im Verwaltungsstrafverfahren bis zu 5.000 Euro. Für Motorräder gilt die ÖNORM V 5100.
Dreieckstuch
Das Dreieckstuch (auch Dreiecktuch) ist ein dreieckig zugeschnittenes Baumwolltuch und eines der vielseitigsten Hilfsmittel in der Ersten Hilfe. Es dient als Armschlinge, Kopfverband, Druckverband oder Tragehilfe. Nach ÖNORM Z 1020:2025 sind zwei Dreiecktücher Pflichtbestandteil jedes betrieblichen Verbandskastens in Österreich.
ÖNORM Z 1020
Die ÖNORM Z 1020 ist die österreichische Norm für die Mindestausstattung von Erste-Hilfe-Kästen in Betrieben. Die aktuelle Version ÖNORM Z 1020:2025 gilt seit Oktober 2025 und schreibt eine einheitliche Ausstattung mit 70 Teilen vor. Die frühere Unterscheidung zwischen Typ 1 und Typ 2 ist entfallen. Bestehende Kästen nach alter Norm dürfen bis Oktober 2027 weiterverwendet werden.