Erste-Hilfe & Arbeitsschutz Lexikon
Fachbegriffe rund um Verbandsmaterial, Normen und Arbeitsschutz einfach erklärt
Beatmungsmaske
Eine Beatmungsmaske (auch Taschenmaske oder Pocket Mask) ist ein Hilfsmittel für die Mund-zu-Maske-Beatmung bei der Herz-Lungen-Wiederbelebung. Sie schützt den Ersthelfer vor direktem Kontakt mit dem Patienten und ermöglicht gleichzeitig eine effektive Beatmung. Viele Modelle verfügen über ein Einwegventil und einen Anschluss für Sauerstoffzufuhr. Die Beatmungsmaske ergänzt den Defibrillator und ist ein wichtiges Hilfsmittel in der betrieblichen Ersten Hilfe.
Brandwunde
Eine Brandwunde (Verbrennung) entsteht durch Hitze, Flammen, heiße Flüssigkeiten, Dampf oder chemische Einwirkung. Bei der Ersten Hilfe gilt: die betroffene Stelle sofort mit kühlem (nicht eiskaltem) Wasser kühlen — bei Erwachsenen 15 bis 20 Minuten, bei Kindern maximal 10 Minuten, keine Hausmittel wie Butter oder Mehl auftragen und die Wunde steril abdecken. Größere Verbrennungen, Verbrennungen im Gesicht, an Händen oder Gelenken sowie Verbrennungen bei Kindern erfordern immer sofortige ärztliche Behandlung. Bei ausgedehnten Verbrennungen die Rettung unter 144 rufen.
Defibrillator (AED)
Ein automatisierter externer Defibrillator (AED) ist ein tragbares medizinisches Gerät, das bei plötzlichem Herzstillstand durch Kammerflimmern einen kontrollierten Elektroschock abgibt, um den normalen Herzrhythmus wiederherzustellen. Das Gerät analysiert den Herzrhythmus automatisch über aufgeklebte Elektroden und gibt nur dann einen Schock frei, wenn dieser medizinisch indiziert ist. In Österreich besteht keine allgemeine gesetzliche Pflicht zur Bereitstellung eines AED in Betrieben, die AUVA und das Arbeitsinspektorat empfehlen jedoch die Anschaffung — insbesondere bei großer Belegschaft oder Publikumsverkehr. AEDs sind ausdrücklich für die Anwendung durch medizinische Laien konzipiert; eine spezielle Ausbildung ist keine Voraussetzung, wird aber empfohlen.
Dreieckstuch
Das Dreieckstuch (auch Dreiecktuch) ist ein dreieckig zugeschnittenes Baumwolltuch und eines der vielseitigsten Hilfsmittel in der Ersten Hilfe. Es dient als Armschlinge, Kopfverband, Druckverband oder Tragehilfe. Nach ÖNORM Z 1020:2025 sind zwei Dreiecktücher Pflichtbestandteil jedes betrieblichen Verbandskastens in Österreich.
Druckverband
Ein Druckverband ist eine Erste-Hilfe-Maßnahme zur Blutstillung bei stark blutenden Wunden. Er besteht aus einer sterilen Wundauflage, die mit einer Binde straff fixiert wird, um dauerhaften Druck auf die Wunde auszuüben. Der Druckverband ist eine der wirksamsten Methoden, lebensbedrohliche Blutungen zu kontrollieren, bis professionelle Hilfe eintrifft. Nach ÖNORM Z 1020:2025 enthält der Betriebsverbandskasten alle notwendigen Materialien zum Anlegen eines Druckverbandes.
Einmalhandschuhe
Einmalhandschuhe sind Einweghandschuhe aus Latex, Nitril oder Vinyl, die zum Schutz vor Infektionen, Chemikalien und Kontaminationen eingesetzt werden. Im Erste-Hilfe-Bereich schützen sie den Ersthelfer vor Blutkontakt und sind nach ÖNORM Z 1020:2025 als Pflichtbestandteil im Betriebsverbandskasten vorgeschrieben. In Österreich regelt das ASchG die Pflicht zur Bereitstellung geeigneter Schutzhandschuhe durch den Arbeitgeber überall dort, wo Kontaminationsrisiken bestehen.
Elastische Binde
Eine elastische Binde ist ein dehnbares Verbandmittel in Rollenform, das zur Fixierung von Wundauflagen, zur Stützung von Gelenken oder zur Kompressionstherapie eingesetzt wird. Im Gegensatz zur starren Mullbinde (kaum dehnbar, reine Wundabdeckung) und zur einfachen Fixierbinde (leicht elastisch, reine Haltefunktion) bieten elastische Binden definierte Dehnungseigenschaften. Man unterscheidet Kurzzugbinden (unter 100 % Dehnung, hoher Arbeitsdruck — ideal bei Venenerkrankungen und Ödemen) und Langzugbinden (über 100 % Dehnung — für Stützverbände bei Sportverletzungen). Nach ÖNORM Z 1020:2025 sind 6 Stück elastische Mullbinden (10 cm x 4 m) Pflichtbestandteil des österreichischen Betriebsverbandskastens.
Erste Hilfe Koffer Typ 2
Der Erste Hilfe Koffer Typ 2 war bis Oktober 2025 die größere Variante des Verbandskastens nach ÖNORM Z 1020 für Betriebe mit bis zu 20 Mitarbeitern (Typ 1 galt für bis zu 5 Mitarbeiter). Seit der neuen ÖNORM Z 1020:2025 gibt es nur noch eine einheitliche Ausstattung mit 70 Teilen. Die Unterscheidung zwischen Typ 1 und Typ 2 ist entfallen. Bestehende Kästen dürfen bis Oktober 2027 weiterverwendet werden.
Ersthelfer Ausbildung
Die Ersthelfer-Ausbildung ist in Österreich für Betriebe ab 5 Mitarbeitern gesetzlich vorgeschrieben (ASchG §26). Der Grundkurs umfasst 16 Stunden und muss alle 4 Jahre durch einen 8-stündigen Auffrischungskurs erneuert werden. Die Kosten trägt der Arbeitgeber. Anbieter sind unter anderem das Rote Kreuz, der Samariterbund und die AUVA.
FFP2 Maske
Eine FFP2 Maske (Filtering Facepiece Particle) ist eine Atemschutzmaske der Schutzstufe 2 nach EN 149:2001+A1:2009, die mindestens 94 % der Partikel in der Atemluft filtert. Sie schützt sowohl den Träger als auch andere Personen vor Aerosolen, Feinstaub und biologischen Erregern. Im Gegensatz zu einfachen Mund-Nasen-Schutzmasken bietet die FFP2 Maske einen zertifizierten Eigenschutz. In Österreich wurden FFP2 Masken durch gesetzliche Regelungen im Gesundheitsbereich und in der Pflege verpflichtend vorgeschrieben.
Fixierbinde
Eine Fixierbinde ist eine elastische oder kohäsive Binde, die ausschließlich zur Befestigung von Wundauflagen und Verbänden dient, ohne selbst saugend zu sein. Im Gegensatz zur Mullbinde hat die Fixierbinde keine Saugwirkung, sondern hält die darunter liegende Wundauflage sicher an Ort und Stelle. Fixierbinden gibt es als Schlauchbinden, Klebebinden und selbsthaftende Varianten für verschiedene Körperstellen.
Heftpflaster
Ein Heftpflaster ist ein selbstklebendes medizinisches Klebeband auf einer Rolle, das zur Fixierung von Wundauflagen, Kompressen und Verbänden auf der Haut dient. Im Unterschied zum Wundpflaster (Pflasterstrip) besitzt Heftpflaster kein integriertes Wundkissen — es ist reines Fixiermaterial. Heftpflaster ist in verschiedenen Breiten und Materialien (Vlies, Seide, Kunststoff) erhältlich und kann individuell zugeschnitten werden. Nach ÖNORM Z 1020:2025 ist Heftpflaster Pflichtbestandteil des österreichischen Betriebsverbandskastens.
Herz-Lungen-Wiederbelebung
Die Herz-Lungen-Wiederbelebung (HLW), auch kardiopulmonale Reanimation (CPR) genannt, ist eine lebensrettende Notfallmaßnahme bei Herzstillstand. Der Ablauf folgt dem Schema: Notruf 144 absetzen, 30 Herzdruckmassagen mit einer Drucktiefe von 5 bis 6 cm im Rhythmus von 100 bis 120 pro Minute, gefolgt von 2 Beatmungen mithilfe einer Beatmungsmaske. Dieser Zyklus wird bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes oder bis zur Nutzung eines Defibrillators (AED) fortgesetzt. Die HLW kann auch ohne Beatmung als reine Herzdruckmassage wirksam sein.
Hitzschlag
Ein Hitzschlag ist ein lebensbedrohlicher medizinischer Notfall, bei dem die körperliche Temperaturregulation vollständig versagt und die Körpertemperatur auf über 40 °C ansteigt. Im Unterschied zum Sonnenstich, der durch direkte Sonneneinstrahlung auf Kopf und Nacken entsteht und bei dem die Körpertemperatur meist normal bleibt, betrifft der Hitzschlag den gesamten Organismus. Typische Symptome sind heiße, trockene und rote Haut, Verwirrtheit, taumelnder Gang und Bewusstlosigkeit. Erste Hilfe: Sofort Notruf 144 absetzen, Betroffenen in den Schatten bringen, Oberkörper leicht erhöht lagern und mit feuchten, kühlen Tüchern kühlen. Kein Eiswasser oder Eis direkt auf den Körper legen, da dies zu Gefäßverengung führt und den Wärmeabfluss behindert.
Hypothermie (Unterkühlung)
Hypothermie (Unterkühlung) bezeichnet ein Absinken der Körperkerntemperatur unter 35 °C. Sie entsteht, wenn der Körper mehr Wärme verliert, als er produzieren kann — typischerweise durch längeren Aufenthalt in Kälte, Wind oder nasskalter Umgebung. Man unterscheidet vier Stadien: leichte Hypothermie (32–35 °C) mit Kältezittern und klarem Bewusstsein, mittlere Hypothermie (28–32 °C) mit Muskelstarre und zunehmender Bewusstseinstrübung, schwere Hypothermie (24–28 °C) mit Bewusstlosigkeit und Herzrhythmusstörungen sowie schwerste Hypothermie (unter 24 °C) mit Atem- und Kreislaufstillstand. Erste Hilfe: Betroffenen aus der Kälte bringen, nasse Kleidung entfernen, mit Rettungsdecke vor weiterem Wärmeverlust schützen und Notruf 144 absetzen. Kein Alkohol verabreichen.
Kältekompresse
Eine Kältekompresse (auch Kühlkompresse oder Soforteiskissen) ist ein Erste-Hilfe-Hilfsmittel zur schnellen Kühlung bei Prellungen, Verstauchungen und Insektenstichen. Instant-Kältekompressen werden durch Kneten oder Schütteln aktiviert und müssen nicht gekühlt gelagert werden, was sie ideal für den mobilen Erste-Hilfe-Einsatz macht. Sie sollten nicht direkt auf die Haut aufgelegt werden, sondern stets mit einem Tuch oder einer Binde dazwischen, um Kälteschäden zu vermeiden.
KFZ Verbandskasten Österreich
In Österreich ist das Mitführen eines Verbandskastens im KFZ gemäß §102 KFG Pflicht. Der Inhalt muss der ÖNORM V 5101 entsprechen. Seit 2026 gilt die überarbeitete ÖNORM V 5101:2026 mit angepasstem Inhalt. Bei Fehlen oder abgelaufenem Verbandszeug drohen Organstrafen ab 36 Euro, im Verwaltungsstrafverfahren bis zu 5.000 Euro. Für Motorräder gilt die ÖNORM V 5100.
Kompresse (Mullkompresse)
Eine Kompresse (auch Mullkompresse oder Wundkompresse) ist eine medizinische Wundauflage zur Abdeckung, zum Schutz und zur Blutstillung von Wunden. Mullkompressen bestehen aus gewebten Baumwoll- und Viskosefasern mit eingeschlagenem Rand, damit keine Fasern mit der Wunde verwachsen. Gängige Typen sind Mullkompressen (gewebt, 8- oder 12-fach gefaltet), Vliesstoffkompressen (weicher, saugfähiger) und Saugkompressen (für stark nässende Wunden). Sterile Kompressen sind Pflicht bei offenen Wunden, unsterile werden für Reinigung und Polsterung verwendet. Nach ÖNORM Z 1020:2025 sind 10 Stück sterile Wundkompressen (10 x 10 cm) Pflichtbestandteil des österreichischen Betriebsverbandskastens.
Schnittwunde
Eine Schnittwunde entsteht durch scharfe Gegenstände wie Messer, Glas oder Blech und hat glatte, sauber getrennte Wundränder. Die Erstversorgung umfasst das Stillen der Blutung durch direkten Druck mit einer sterilen Wundauflage, anschließend Desinfektion und Verschluss mit einem Pflaster oder Wundschnellverband. Bei tiefen Schnittwunden, die klaffen, nicht zu stillen bluten oder Sehnen und Knochen freilegen, ist sofort ein Arzt aufzusuchen. Schutzhandschuhe schützen den Ersthelfer beim Versorgen blutender Wunden.
Schürfwunde
Eine Schürfwunde entsteht durch das Schleifen der Haut über eine raue Oberfläche, wobei die oberste Hautschicht abgetragen wird. Die Wunde blutet oft flächig, ist schmerzhaft und enthält häufig Schmutz und Fremdkörper. Zur Erstversorgung wird die Wunde gründlich mit klarem Wasser gespült, vorsichtig gereinigt, desinfiziert und mit einer sterilen Wundauflage oder einem Pflaster abgedeckt. Bei großflächigen oder stark verschmutzten Schürfwunden sollte ein Arzt aufgesucht werden.
Schutzbrille
Eine Schutzbrille ist persönliche Schutzausrüstung (PSA) zum Schutz der Augen vor Splittern, Chemikalien, Staub und Strahlungseinwirkung. In Österreich schreibt das ASchG sowie die PSA-Verordnung den Einsatz geeigneter Schutzbrillen überall dort vor, wo eine Augengefährdung besteht. Schutzbrillen müssen der EN 166 entsprechen und vom Arbeitgeber kostenlos zur Verfügung gestellt werden. Für den Betrieb ist auch die Augendusche als ergänzende Sicherheitsmaßnahme vorgeschrieben.
Splitterpinzette
Eine Splitterpinzette ist eine feinspitzige Pinzette zur gezielten Entfernung von Splittern, Dornen, Glassplittern und anderen Fremdkörpern aus der Haut. Ihre schmale, schräg abgeschnittene Spitze ermöglicht präzises Greifen ohne das umliegende Gewebe zu verletzen. Die Splitterpinzette ist nach ÖNORM Z 1020:2025 Pflichtbestandteil des österreichischen Betriebsverbandskastens. Nach der Verwendung muss sie gründlich gereinigt und desinfiziert werden.
Stabile Seitenlage
Die stabile Seitenlage ist eine lebensrettende Erste-Hilfe-Maßnahme für bewusstlose, aber atmende Personen. Die Person wird auf die Seite gedreht, damit die Atemwege frei bleiben und Erbrochenes oder Flüssigkeiten abfließen können. Die korrekte Ausführung umfasst das Anwinkeln des oberen Beins, das Strecken des unteren Arms und das Zurückneigen des Kopfes zur Atemwegssicherung. Bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes muss die Atmung regelmäßig kontrolliert werden.
Verbandpäckchen
Ein Verbandpäckchen ist ein steriler, gebrauchsfertiger Wundverband bestehend aus einer Mullkompresse und einer aufgerollten Binde in einer gemeinsamen Verpackung. Es ermöglicht die schnelle und keimfreie Versorgung von Wunden direkt aus der Verpackung heraus. Das Verbandpäckchen ist in unterschiedlichen Größen erhältlich und nach ÖNORM Z 1020:2025 Pflichtbestandteil des österreichischen Betriebsverbandskastens.
Verbandskasten
Ein Verbandskasten (auch Erste-Hilfe-Kasten oder Erste-Hilfe-Koffer) ist ein genormter Behälter mit Erste-Hilfe-Material zur Erstversorgung von Verletzungen und medizinischen Notfällen. Der Inhalt ist in Österreich durch die ÖNORM Z 1020 geregelt, im KFZ-Bereich durch die ÖNORM V 5101 (PKW) und ÖNORM V 5100 (Motorrad). Die Ausstattung umfasst unter anderem sterile Wundauflagen, Mullbinden, Pflaster, Dreieckstücher, Einmalhandschuhe, Rettungsdecken und Beatmungshilfen. Die gesetzliche Grundlage für die Bereitstellung am Arbeitsplatz bilden das ArbeitnehmerInnenschutzgesetz (ASchG §26) und die Arbeitsstättenverordnung (AStV §39).
Verbrühung
Eine Verbrühung ist ein thermisches Trauma der Haut durch heiße Flüssigkeiten (Wasser, Tee, Suppe) oder Dampf. Im Unterschied zur Verbrennung, die durch trockene Hitze (Flammen, heiße Oberflächen) entsteht, wird die Verbrühung durch feuchte Hitze ausgelöst. Die Schweregrade reichen von Grad 1 (Hautrötung) über Grad 2 (Blasenbildung) bis Grad 3 (Zerstörung tieferer Hautschichten). Erste Hilfe: Nasse Kleidung sofort entfernen, betroffene Stelle 10 bis 15 Minuten mit lauwarmem Leitungswasser (ca. 20 °C) kühlen — kein Eiswasser oder Eis verwenden. Nur bei Verbrühungen unter 5 % der Körperoberfläche kühlen. Bei Kindern besteht bereits ab 8 % verbrühter Körperoberfläche Lebensgefahr, bei Erwachsenen ab 15 %. Verbrühungen bei Kindern immer ärztlich begutachten lassen.
Verstauchung (Distorsion)
Eine Verstauchung (medizinisch: Distorsion) ist eine Gelenkverletzung, bei der durch Umknicken oder Verdrehen der normale Bewegungsspielraum des Gelenks überschritten wird. Dabei werden Bänder und die Gelenkkapsel überdehnt, ohne dass die Gelenkflächen dauerhaft aus ihrer Position verschoben werden. Typische Symptome sind Schmerzen, Schwellung, Bluterguss und eingeschränkte Beweglichkeit. Die Erstversorgung erfolgt nach der PECH-Regel: Pause (Gelenk ruhigstellen), Eis (15–20 Minuten kühlen, nie direkt auf die Haut), Compression (elastische Binde mit leichter Spannung) und Hochlagern (über Herzhöhe). Ein Arzt sollte aufgesucht werden bei starker Schwellung, Instabilität des Gelenks oder wenn weniger als vier schmerzfreie Schritte möglich sind.
Wundauflage
Eine Wundauflage ist ein steriles Verbandsmaterial, das direkt auf eine Wunde aufgelegt wird, um sie vor Verunreinigung zu schützen, Sekret aufzusaugen und die Wundheilung zu unterstützen. Wundauflagen gibt es in verschiedenen Ausführungen: Mullkompressen, Vlieskompressen, Wundpads und Spezialauflagen für chronische Wunden. In Österreich sind sterile Wundauflagen nach ÖNORM Z 1020:2025 Pflichtbestandteil des Betriebsverbandskastens.
Wundschnellverband
Ein Wundschnellverband ist ein vorkonfektionierter Verband, der eine sterile Wundauflage mit einer bereits befestigten Binde kombiniert. Er ermöglicht eine schnelle und einfache Wundversorgung ohne zusätzliche Materialien und eignet sich besonders für die Erstversorgung bei blutenden Wunden. Wundschnellverbände sind in verschiedenen Größen erhältlich und nach ÖNORM Z 1020:2025 Bestandteil des österreichischen Betriebsverbandskastens.
Wundversorgung
Wundversorgung bezeichnet alle Maßnahmen zur Behandlung und Versorgung von offenen Verletzungen. Die Erstversorgung umfasst Blutstillung, Reinigung, Desinfektion und steriles Abdecken der Wunde. Für Betriebe in Österreich schreibt das ASchG §26 geeignetes Verbandsmaterial zur Wundversorgung am Arbeitsplatz vor.
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