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Defibrillator für Betriebe

Für die meisten Betriebe ist ein Defibrillator nicht vorgeschrieben - sinnvoll ist er trotzdem, vor allem wo viele Menschen sind oder der Rettungsdienst länger braucht. Ein AED kostet bei uns ab 989 € netto (1.186,80 € inkl. USt), mit Wandkasten 1.134 € netto (1.360,80 € inkl. USt). Hier lesen Sie, welches Gerät zu Ihrem Betrieb passt, wo es hängen soll und was Sie zu Schulung und Prüfung wissen müssen.

Aktualisiert: 30. September 2026
Expertenwissen
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Defibrillator für Betriebe
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Braucht mein Betrieb einen Defibrillator?

Vorgeschrieben ist er in der Regel nicht. Das Arbeitsschutzrecht verlangt Erste-Hilfe-Material und ausgebildete Ersthelfer, aber keinen AED - Pflicht wird er nur in Sonderfällen. Mehr dazu im Ratgeber Defibrillator-Pflicht in Österreich.
Sinnvoll kann er trotzdem sein, denn bei Kammerflimmern zählt jede Minute: Laut den ERC-Leitlinien 2025 sinkt die Überlebenschance mit jeder Minute bis zum ersten Schock um 3 bis 6 Prozent. Stellen Sie sich für Ihren Standort diese Fragen:
Checkliste
5 Punkte
Wie schnell ist Hilfe da? Wie lange braucht der Rettungsdienst, und wo hängt der nächste öffentliche AED?
Wie viele Menschen sind vor Ort? Beschäftigte, Kunden und Besucher zusammengerechnet.
Wie wird gearbeitet? Körperlich schwere Arbeit, Hitze, Staub oder Feuchtigkeit?
Gibt es Schichtbetrieb? Dann müssen Gerät und Ersthelfer zu allen Betriebszeiten erreichbar sein.
Wie ist das Gebäude? Lange Wege, mehrere Stockwerke, Zugangskontrollen oder getrennte Bereiche?
Kurz gesagt: Lange Wartezeit auf den Rettungsdienst, viele Menschen und weite Wege sprechen für ein eigenes Gerät. Entscheiden Sie das am besten gemeinsam mit Arbeitsmedizin, Sicherheitsfachkraft und Ihren Ersthelfern.
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Was ein AED für den Betrieb kostet

Für den Start rechnen Sie mit 1.134 € netto (1.360,80 € inkl. USt): 989 € netto (1.186,80 € inkl. USt) für das günstigste Gerät plus 145 € netto (174 € inkl. USt) für einen Innenwandkasten mit Alarm. Unsere sechs Modelle kosten 989 bis 1.780 € netto (1.186,80 bis 2.136 € inkl. USt), Elektroden und Batterie sind immer dabei.
Über zehn Jahre gerechnet kostet der Primedic HeartSave Y samt Wandkasten, Elektroden und Batterie rund 158 € netto (190 € inkl. USt) pro Jahr, mit Prüfungen rund 228 € netto (274 € inkl. USt). Die ganze Rechnung finden Sie unter Was kostet ein Defibrillator?
Legen Sie schon vor dem Kauf fest, wer sich um das Gerät kümmert - eine Person plus Vertretung. Sie behalten Statusanzeige und Ablaufdaten im Blick und sorgen dafür, dass Elektroden und Batterie rechtzeitig getauscht werden.
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Welches Gerät für welchen Betrieb

Wir führen vier Halbautomaten und zwei Vollautomaten. Als erste Orientierung:
Checkliste
5 Punkte
Büro, Handel, Dienstleistung: Philips HeartStart HS1 - mit 1,5 kg unser leichtestes Gerät, mit ruhigen, klaren Sprachanweisungen. 989 € netto (1.186,80 € inkl. USt).
Produktion und Werkstatt: ZOLL AED Plus - robust, staub- und strahlwassergeschützt (IP55) und mit Echtzeit-Feedback, ob Sie tief und schnell genug drücken.
Kinder oder internationales Publikum: Primedic HeartSave Y - Kindermodus per Taste ohne zweites Elektrodenset, mehrsprachig, IP55.
Möglichst wenig Kontrollaufwand: DefiSign LIFE - erkennt das Ablaufdatum der Elektroden selbst und meldet den Tausch zwei Monate vorher.
Der Schock soll automatisch kommen: Primedic HeartSave YA oder ZOLL AED 3 - beide lösen nach einer Ansage selbst aus und haben Farbdisplay, Kindermodus per Taste und CPR-Feedback. Der AED 3 hat zusätzlich einen Touchscreen und kann seinen Status per WLAN melden.
Werden bei Ihnen auch Kinder betreut, achten Sie auf die Kinderfunktion: Geräte mit Kindertaste kommen mit einem Elektrodenset aus, bei den anderen brauchen Sie eigene Kinderelektroden - mit eigenem Ablaufdatum.
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Standort: kurze Wege und verlässlicher Zugang

Die ERC-Leitlinien 2025 empfehlen, Defibrillatoren gut sichtbar, unversperrt und rund um die Uhr zugänglich aufzubewahren. Im Betrieb heißt das: ein zentraler Platz, den alle kennen und der während der gesamten Arbeitszeit erreichbar ist.
Machen Sie den Test: Gehen Sie vom entferntesten Arbeitsplatz zum Gerät und zurück - mit Stoppuhr, durch alle Türen, Treppen und Zugangskontrollen. Dauert das zu lange, gehört in diesen Bereich ein zweites Gerät.
Gute Plätze sind ein zentraler Gang oder der Empfang - Letzterer aber nur, wenn das Gerät auch dann erreichbar ist, wenn dort niemand sitzt.
Aufbewahrung: Ein unversperrter Wandkasten mit Alarm schützt das Gerät und macht hörbar, wenn es entnommen wird. Markieren Sie den Standort mit dem grünen AED-Schild (Rettungszeichen E010).
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Schulung und Einweisung organisieren

Einen Laien-AED kann im Notfall jeder bedienen - auch ohne Kurs, das Gerät sagt Schritt für Schritt, was zu tun ist. Zwei Dinge müssen Sie trotzdem organisieren:
Checkliste
2 Punkte
Ersthelfer: Die braucht jeder Betrieb, mit oder ohne AED. Die Ausbildung dauert mindestens 16 Stunden, in Kleinbetrieben mit bis zu 4 Beschäftigten laut Arbeitsinspektion mindestens 8 Stunden. Aufgefrischt wird alle 4 Jahre mit 8 Stunden oder alle 2 Jahre mit 4 Stunden.
Einweisung ins Gerät: Gilt für Ihren Betrieb die Medizinproduktebetreiberverordnung (MPBV), wird jeder, der mit dem AED zu tun hat, am konkreten Modell eingewiesen - schriftlich dokumentiert.
Sagen Sie allen Beschäftigten, wo das Gerät hängt, und spielen Sie den Ernstfall einmal durch: Wer ruft 144, wer beginnt mit der Herzdruckmassage, wer holt den AED?
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Kontrollen, Wartung und Prüfung planen

Laufende Kontrolle: Legen Sie fest, wer nach Gebrauchsanweisung Statusanzeige, Elektroden und Batterie kontrolliert, und notieren Sie die Ablaufdaten. Medizinprodukte sind nach Herstellerangaben instand zu halten (§ 54 MPG).
Prüfpflicht seit 1. September 2026: Die MPBV gilt seither auch überall dort, wo Medizinprodukte beruflich oder gewerblich betrieben werden - das betrifft viele Betriebe mit eigenem AED. Dann muss das Gerät regelmäßig sicherheitstechnisch geprüft werden: so oft, wie der Hersteller es vorgibt, ohne Herstellerangabe alle 6 bis 24 Monate.
Neue Geräte brauchen außerdem eine Eingangsprüfung, bevor sie am Standort in Betrieb gehen, dazu kommen Gerätedatei und Bestandsverzeichnis. War Ihr AED am 1. September 2026 schon in Betrieb und bleibt er im Einsatz, sind Prüfung, Gerätedatei und Bestandsverzeichnis spätestens bis 31. August 2027 fällig - früher, wenn das Prüfintervall es verlangt. Alle Details stehen im Ratgeber Defibrillator-Pflicht in Österreich.
Unser Prüfservice: Die Defibrillator-Prüfung kostet 139,90 € netto (167,88 € inkl. USt) je Gerät. Praktisch in Kombination mit der Verbandskasten-Überprüfung: Wir nehmen den AED beim Termin vor Ort mit und bringen ihn beim nächsten Termin zurück oder schicken ihn Ihnen. Geprüft wird nicht vor Ort - für die Zwischenzeit gibt es auf Anfrage ein Leihgerät um 79 € netto (94,80 € inkl. USt).

Häufige Fragen

Häufig gestellte Fragen

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