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Rettungsdecke

Rettungsdecke: Gold & Silber richtig anwenden - Ratgeber

Rettungsdecke richtig anwenden: Gold- vs. Silberseite erklärt. 3 Stück Pflicht nach ÖNORM Z 1020:2025. Einsatz bei Unfällen, Outdoor und im Betrieb.

Aktualisiert: 10. März 2026
Expertenwissen
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Rettungsdecke
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Rettungsdecke - ein unverzichtbares Erste-Hilfe-Hilfsmittel

Die Rettungsdecke (auch Rettungsfolie oder Notfalldecke genannt) gehört zu den wichtigsten Bestandteilen jeder Erste-Hilfe-Ausstattung. Die dünne, aluminiumbedampfte Kunststofffolie wiegt nur wenige Gramm, kann aber im Notfall entscheidend zur Stabilisierung von Verletzten beitragen.
Durch die metallische Beschichtung reflektiert eine Rettungsdecke bis zu 90 % der Körperwärmestrahlung und schützt gleichzeitig vor Wind, Nässe und Bodenkälte. Nach der aktuellen ÖNORM Z 1020:2025 sind 3 Rettungsdecken (160 cm × 210 cm, silber/gold) in jedem betrieblichen Erste-Hilfe-Koffer vorgeschrieben. Auch im KFZ-Verbandskasten nach ÖNORM V 5101 ist eine Rettungsdecke Pflicht.
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Gold- und Silberseite richtig verwenden

Die zwei unterschiedlich beschichteten Seiten einer Rettungsdecke haben jeweils eine spezifische Funktion:
Kälteschutz - Goldseite nach außen: Wenn die verletzte Person unterkühlt ist (z. B. bei Unfällen im Winter oder nach längerer Bewegungslosigkeit), wird die goldene Seite nach außen gewendet. Die innenliegende Silberseite reflektiert die Körperwärme zurück, während die Goldseite Wärmestrahlung von außen aufnimmt.
Hitzeschutz - Silberseite nach außen: Bei Sonneneinstrahlung oder hohen Temperaturen wird die silberne Seite nach außen gedreht. Sie reflektiert die Sonnenstrahlen und verhindert eine Überhitzung der Person darunter.
Praxis-Tipp: Im Zweifel (und das ist der häufigere Einsatzfall) verwenden Sie die goldene Seite nach außen, um die Person vor Auskühlung zu schützen. Unterkühlung ist bei Verletzten und Schockpatienten die größere Gefahr.
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Normen und Vorschriften in Österreich

In Österreich ist das Mitführen von Rettungsdecken in verschiedenen Kontexten vorgeschrieben oder empfohlen:
Betriebe (ÖNORM Z 1020:2025): Jeder Erste-Hilfe-Koffer für Betriebe muss 3 Rettungsdecken enthalten (160 cm × 210 cm, silber/gold). Die neue Norm hat die Anzahl gegenüber der alten Regelung erhöht.
KFZ (ÖNORM V 5101): Im PKW-Verbandskasten ist 1 Rettungsdecke vorgeschrieben.
Motorrad (ÖNORM V 5100): Auch im Motorrad-Verbandskasten ist 1 Rettungsdecke Pflicht.
Technische Anforderungen: Die Rettungsdecke muss aluminiumbedampft sein (silber/gold), Mindestmaß 160 cm × 210 cm, Foliendicke mindestens 12 μm und einzeln verpackt sein.
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Einsatzgebiete über die Erste Hilfe hinaus

Neben dem klassischen Einsatz in der Ersten Hilfe hat die Rettungsdecke weitere praktische Anwendungen:
Outdoor und Wandern: Kompakter Notfallschutz bei plötzlichem Wetterumschwung, als provisorischer Regenschutz oder Biwaksack-Ersatz.
Sport und Veranstaltungen: Schutz für erschöpfte Läufer nach dem Zieleinlauf (Marathons, Triathlons), Wärmeschutz bei Sportveranstaltungen im Freien.
Katastrophenschutz: Massenversorgung bei Evakuierungen, als Signalmittel dank der reflektierenden Oberfläche.
Camping und Survival: Improvisierter Sonnenschutz, Bodenunterlage zur Isolierung oder Signalfolie für Rettungskräfte.
Eine Rettungsdecke ist klein, leicht und kostengünstig - es gibt keinen Grund, keine dabei zu haben.
Häufige Fragen

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